Stiftung aktuell

Anlässlich der Insektenstrategie des Landes Mecklenburg-Vorpommern pflanzte der Minister für Landwirtschaft und Umwelt M-V, Dr. Till Backhaus, am 18.11.2020 tatkräftig die ersten Gehölze einer biotopverbindenden Hecke bei Boitin, Landkreis Rostock. Die entstehende Hecke mit vorgelagertem breitem Krautsaum soll als Strukturelement zwischen Landwirtschaftsflächen einen neuen Lebensraum für Insekten in der Agrarlandschaft bieten. Gleichzeitig wird sie zum Gedenken an den früheren Abteilungsleiter Naturschutz des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie, Herrn Dr. Lenschow gepflanzt, der sich stark für den Naturschutz im Allgemeinen und für diesen Heckenstandort im Besonderen einsetzte.

Der diesjährige Arbeitseinsatz am Samstag, den 17. Oktober 2020 im Naturschutzgebiet (NSG) „Trockenhänge am Petersberg“ bei Pinnow (in der Nähe von Schwerin) war wieder ein voller Erfolg! Nicht nur die Teilnehmerzahl (46 Personen!) war überwältigend, sondern auch, dass uns so viele Helfer die Treue halten!

Wenn man in Teterow den Bornmühlenweg in Richtung Hohes Holz wandert, kommt man hinter den Kleingärten an einer alten Streuobstwiese, dem „Doktorgarten“ vorbei. Es handelt sich hier um ein 2,9 Hektar großes Areal, welches etwa 1905 als Obstplantage angelegt wurde. Dieses geschah durch den damaligen Teterower Bürgermeister Dr. Franz von Pentz, woher sich der Name „Doktorgarten“ ableitet.
Auf dieser Streuobstwiese stehen viele alte Sorten, wie der „Danziger Kantapfel“ oder der „Winterrambur“. Außerdem bieten die teils über 100jährigen Obstbäume Lebensraum für unzählige Tiere.
Die Stiftung Umwelt und Naturschutz Mecklenburg-Vorpommern erwarb diese Fläche 2006, um dieses wertvolle Biotop zu erhalten und weiter zu fördern. Viele Neuanpflanzungen alter Obstsorten sind in den letzten Jahren dazu gekommen.

Alljährlich gestaltet die Stiftung gemeinsam mit dem Naturpark Mecklenburgische Schweiz und Kummerower See einen Apfeltag mit Schülern der Grundschule Teterow, um Äpfel zu sammeln und diesen zu Saft pressen zu lassen. Der gewonnene Saft wurde auch in diesem Jahr wieder der Grundschule Teterow kostenlos zur Verfügung gestellt.

Für alle sammelbegeisterten Bürger, die ihre Äpfel und Birnen zu Saft pressen lassen wollten, stand außerdem ab Mittags eine mobile Saftpresse bereit, die gut angenommen wurde.

Anlässlich ihres 25-jährigen Gründungsjubiläums lud die Stiftung Umwelt- und Naturschutz M-V am 17.09.2019 zu einer Festveranstaltung in den Landtag ein. Damit kehrte die Stiftung symbolisch an den Ort ihrer Gründung zurück, denn hier wurde am 28. Juni 1994 das Gesetz über die Errichtung der Stiftung Umwelt- und Naturschutz Mecklenburg-Vorpommern verabschiedet. Zahlreiche Wegbegleiter der Stiftung hoben auf der Jubiläumsfeier in persönlichen Grußbotschaften das vielfältige Wirken der Stiftung für den Naturschutz in Mecklenburg-Vorpommern hervor.
Dem schlossen sich auch Frau Beate Schlupp als Vizepräsidentin des Landtags sowie Dr. Till Backhaus als für die Stiftung zuständiger Minister für Landwirtschaft und Umwelt an. Er werde sich auch zukünftig dafür einsetzen, „dass weitere Flächen an die Stiftung übertragen werden und eine entsprechende finanzielle und personelle Ausstattung sichergestellt bleibt“, bekräftigte der Minister. Diese Ausstattung ist dringend erforderlich, damit die Stiftung die vielfältigen Aufgaben weiterhin wahrnehmen und den Umwelt- und Naturschutz im Land vorantreiben kann, so der Tenor der Veranstaltung.

In Wildpflanzen schlummern Gene, die für die züchterische Verbesserung unserer Nahrungspflanzen relevant werden könnten. In dem Projekt GE-Sell untersuchten Forschungsteams des Julius Kühn-Instituts, der Universität Osnabrück und der Humboldt-Universität zu Berlin in den vergangenen drei Jahren die genetische Vielfalt von Wildsellerievorkommen in Deutschland. Die als besonders wertvoll identifizierten Standorte von Wildpflanzenarten sollen über „Genetische Erhaltungsgebiete“ gesichert werden. Als Partnerin im Netzwerk Sellerie bewahrt unsere Stiftung auf dem Großen Schwerin an der Müritz eine der größten Populationen des Kriechenden Selleries (Helosciadium repens) in Deutschland.
 

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